VfR Horst siegt verdient gegen den SSC Phoenix Kisdorf

Behrendt schlägt zurück

„Den kann man mal so machen“, sagte Michael Fischer, Trainer des VfR Horst, beim Gang in die Kabine anerkennend zu Keyan Lohse, der kurz zuvor einen 20-Meter-Freistoß für Kisdorf über die Horster Abwehrmauer hinweg zum 1:1 in den linken Winkel gejagt hatte. Lohse bedankte sich artig: „Er ist ein gut erzogener Junge“, sagte Fischer.

Die Partie am Strietkamp begann mit einem echten Paukenschlag und der frühen Gäste-Führung: Als ein Eckstoß von Yannik Fischer durch den Kisdorfer Strafraum flog, traf Jan Behrendt den Ball aus zehn Metern per Direktabnahme so satt, dass er zum 1:1 in das Tornetz und wieder heraussprang.

VfR Horst verliert unglücklich gegen 1.FC Phönix Lübeck

Sonntagsschuss und Elfmeter schlagen den VfR

Auch der VfR Horst konnte den Siegeszug von Tabellenführer 1. FC Phönix Lübeck nicht stoppen. Mit 0:2 (0:1)-Toren unterlag die Fischer-Elf im Heimspiel der Fußball-Landesliga Holstein den Hansestädtern. „Phönix hat einfach eine individuelle Klasse, spielt schnellen, direkten und abgezockten Fußball und dennoch hätte für uns ein Unentschieden drin gelegen, wenn wir unsere klaren Chancen nutzen“, zog Michael Fischer sein Fazit.

Der Teamchef merkte außerdem an, dass er seiner Mannschaft nach dem Spiel für die kämpferische Leistung ein Riesenkompliment ausgesprochen hat. Vor allem auch, weil mit seinem Sohn Yannik, Jan Behrendt, Denis Muja und Artur Frost Stammkräfte fehlten. Fischer: „Auf dieser Leistung können wir aufbauen.“

Verteidiger überzeugt als Torjäger

Mit einer ausgeglichenen Bilanz steht der VfR Horst (6 Punkte, 8:8 Tore) in der Landesliga Holstein nach vier ausgetragenen Begegnungen derzeit jenseits von „Gut und Böse“ im Tabellenmittelfeld auf Rang neun. Da ist sicherlich noch Luft nach oben.

Immerhin hat das Team von Trainer Michael Fischer durch das 4:1 zuletzt beim SV Schackendorf Selbstvertrauen getankt, was vor dem Duell am Sonnabend ab 16 Uhr gegen Tabellenführer 1. FC Phönix Lübeck schon mal sehr wichtig ist. In der Partie bei den Segebergern wurden die Allrounder-Qualitäten von Rene Thies neu entdeckt: Der 28-jährige „gelernte“ Mittelfeldspieler musste verletzungsbedingt in vorderster Angriffslinie spielen und erzielte innerhalb von acht Minuten einen lupenreinen Hattrick. Ob sich Rene Thies vorstellen kann, diese Rolle auch weiterhin auszufüllen und mit welchen Erwartungen er dem Spiel gegen den Tabellenführer entgegen sieht, erläutert der dreifache Torschütze vom Vorsonntag im Interview. 

Neue Spielklasse, neuer Trainer

Fussball-Landesliga Horster Frauen wollen in die oberen Regionen

Die Frauen des VfR Horst sind da angesiedelt, wo die Männer auch gern gewesen wären: in der Fußball-Landesliga Schleswig. Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat die Spielklassen im Frauenbereich umbenannt. Für die Steinburgerinnen beginnt die Jagd auf Punkte Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim TuS Rotenhof in Rendsburg – und einem neuen Trainer an der Seitenlinie.
Sebastian Domhardt hat während der Sommerpause Matthias Boll an der Seitenlinie abgelöst. Der 37-Jährige hatte in der Vorsaison die Frauen des VfL Kellinghusen als Kreisliga-Meister in die Landesliga geführt; ein Wiedersehen gibt es am vierten Spieltag.

SV Schackendorf unterliegt dem VfR Horst deutlich

Hattrick durch Horsts Aushilfsstürmer Thies

Aus der personellen Not geboren wurde der taktische Schachzug von Michael Fischer, Rene Thies als Stürmer aufzubieten. „Wir mussten drei Urlauber sowie zwei Verletzte ersetzen – und Thies hat in der vergangenen Saison schon einmal als Angreifer überzeugt“, sagte der Trainer des VfR Horst über den 28-Jährigen, der mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur zehn Minuten großen Anteil daran hatte, dass sein VfR beim SV Schackendorf mit 4:1 gewann.

VfR Horst im Halbfinale

Die Umstellung vom Elfer- aufs Neunerfeld musste erst geschafft werden. Dann aber beherrschten die Landesliga-Fußballerinnen des VfR Horst den Kreisklassen-Vertreter SG Krempe/Glückstadt in der ersten Runde des Steinburger Kreispokals. Die Schwarz-Weißen zogen mit einem ungefährdeten 3:0 (1:0) ins Halbfinale ein. Gegner dort wird am Sonntag um 16 Uhr auswärts Kreisliga-Aufsteiger SV Peissen sein. In Krempe setzte der gastgebende Außenseiter zwar immer wieder Nadelstiche, doch Anna-Lena Bubat (2) und Nadine Beyer stellten mit ihren Treffern den Horster Erfolg sicher. EN/mbu

SV Eichede II effektiver als der VfR Horst

VfR Horst lässt zu viele Chancen ungenutzt

„Wenn ich eine Nacht darüber geschlafen habe und am Morgen dann aufwache, werde ich mich fragen, wie das Ergebnis zustande kommen konnte“, wollte Horsts Trainer Michael Fischer nicht so recht akzeptieren, dass seine Mannschaft eine Vielzahl bester Gelegenheiten ausgelassen hatte, die Eicheder dagegen aus fünf Chancen vier Tore machten und eine besondere Effizienz an den Tag legten.

„Nach drei Minuten müssen wir schon 2:0 führen“, so der VfR-Teamchef. Höhepunkt war dann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ein verschossener Elfmeter von Artur Frost, der nach Foul an Michel Gorny nur den Innenpfosten traf. Auf der anderen Seite patzte der Gastgeber auch in der Defensive. 

Frost stürmt im Sommer

Warum der VfR Horst einen 33-Jährigen von Pinneberg nach Steinburg lotste.

Klar, Sinan Omerhodzic ist nochmal sieben Jahre älter als Artur Frost. Und dennoch ist der vom VfL Pinneberg gekommene Stürmer nach Florian Rammer der Oldie der Horster Landesliga-Fußballer. Denn zwischen Omerhodzic und Frost gibt es – fernab der Position – einen ganz gewaltigen Unterschied: Omerhodzic hofft mit seinen 40 Jahren, nicht zu spielen – schließlich ist er in erster Linie Trainer der Torleute René Lemke und Niklas Petersen. Frost, vor vier Monaten 33 geworden, hingegen will regelmäßig auf dem Fußballfeld stehen. „Es muss nicht von Anfang an sein, aber die Hauptsache ist, dass man ein bisschen spielt“, sagt der Routinier mit eingebautem Torriecher vor dem zweiten Heimspiel der jungen Landesligasaison am morgigen Sonnabend gegen die Reserve des Schleswig-Holstein-Liga-Vertreters SV Eichede.

„Muppet Show“: VfR fühlt sich um Punkt betrogen

Michael Fischer verstand die Welt nicht mehr: „Das war hier heute wie in der Muppet Show“, befand der Trainer des VfR Horst im Anschluss an die 0:1 (0:0)-Niederlage bei GW Siebenbäumen. Fischers Aussage bezog sich auf die Leistung des Schiedsrichtergespanns, die den Coach kopfschüttelnd zurückließ. „Wenn man körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist, dann sollte man nicht in der Landesliga aktiv sein. Der Linienrichter war quasi nie auf Ballhöhe“, so Fischer.
Besonders die Szene aus Minute 51 stieß beim 49-Jährigen sauer auf. Das Tor des Tages fiel aus Sicht des Übungsleiters aus glasklarer Abseitsposition – der Linienrichter ließ die Fahne allerdings unten. Ein schwerer Nackenschlag für die Horster, die sowohl zuvor als auch im Anschluss ein starkes Auswärtsspiel boten. Kurz vor Schluss wurde es erneut hektisch auf dem Feld. Nach einem Foul von Ronny Möller entschied der Unparteiische auf Elfmeter, VfR-Keeper Rene Lemke parierte den Strafstoß und im Gegenzug landete ein abgefälschter Schuss Denis Mujas am Querbalken. „Wir hätten den Punkt verdient gehabt“, haderte Fischer.
Autor: EN/kok

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