VfR Horst siegt verdient gegen den SSC Phoenix Kisdorf

Behrendt schlägt zurück

„Den kann man mal so machen“, sagte Michael Fischer, Trainer des VfR Horst, beim Gang in die Kabine anerkennend zu Keyan Lohse, der kurz zuvor einen 20-Meter-Freistoß für Kisdorf über die Horster Abwehrmauer hinweg zum 1:1 in den linken Winkel gejagt hatte. Lohse bedankte sich artig: „Er ist ein gut erzogener Junge“, sagte Fischer.

Die Partie am Strietkamp begann mit einem echten Paukenschlag und der frühen Gäste-Führung: Als ein Eckstoß von Yannik Fischer durch den Kisdorfer Strafraum flog, traf Jan Behrendt den Ball aus zehn Metern per Direktabnahme so satt, dass er zum 1:1 in das Tornetz und wieder heraussprang.

„Bis dahin hatten wir das Spiel im Griff ‒ doch dann haben wir es aus der Hand gegeben“, so Fischer, der das Tor zum beschriebenen 1:1-Ausgleich deshalb „nicht nur wunderschön, sondern auch verdient“ nannte.

Nach nur zehn Minuten in der Kabine kehrten die Horster auf den Rasen zurück und starteten hellwach in den zweiten Durchgang. Nach einem entsprechenden Hinweis seines Trainers schoss Behrendt einen Freistoß „voll auf das Tor“ – und er flog an Freund sowie Feind vorbei zum 1:2 in das lange Eck. „Danach haben wir es versäumt, zeitig das dritte Tor nachzulegen“, lautete ein Kritikpunkt von Trainer Fischer. 

Oliver-Benjamin Kuck suchte freistehend einen Mitspieler, anstatt selbst zu schießen; dann scheiterten Michel Gorny und Bastian Clasen jeweils freistehend. Zudem hatte Behrendt Pech, als sein Freistoß an die Latte ging (60.). 

Dann gelang Behrendt aber doch noch sein drittes Tor: Nach einem Einwurf von Rene Thies spielte er einen Kisdorfer aus und gab einen nicht unhaltbaren Fernschuss ab, den Marco Martens zum 1:3 passieren ließ. „Wir haben die zweite Hälfte relativ souverän gestaltet und verdient gewonnen“, freute sich Fischer. „Wir stabilisieren uns Stück für Stück.“ 
SHZ/Spe

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